Carmen
in erwartungsvoller Vorfreude:
zum Vergrößern einfach draufklicken !
Eigentlich
hat es mir in Mamas Bauch ganz gut gefallen. Es war schön warm, kuschelig und
ich bekam immer genug zu essen. Meist ging´s da drin zu wie auf der Achterbahn,
was mich aber nicht weiter störte.
Heute morgen um 6 Uhr beschloss ich jedoch, dass es mir allmählich zu eng wird
und ich endlich mal meinen Papi kennenlernen will. Bin ja mal gespannt, ob sich
das lohnt......
Und so süß sehe ich aus:

Am
Sonntag, den 5. durfte ich endlich nach Hause. So langsam wurde es ja auch
langweilig im Krankenhaus. Zuhause sind viele neue Dinge zu entdecken. Mein
neuer Stubenwagen, mein eigenes Zimmer, viele neue Spielkameraden, ....
Das war mir dann doch alles ein bisschen zuviel. Deswegen habe ich Mama und Papa
gleich mal die ganze Nacht auf Trab gehalten, bin ihnen zuliebe aber doch am
nächsten Morgen um 8 Uhr eingeschlafen. Ich denke man sollte sie am Anfang
nicht zu arg verwöhnen :-)
Außerdem
durften sie dann ja am Tag etwas Schlaf mit mir nachholen.

Sonntag,
den 12 Januar:
Mama und Papa sagen, Sonntag wäre Badetag. Dabei dufte ich immer noch wie eine
Blume. Naja, nicht ganz, aber fast ;-) Aber so ein Bad macht eigentlich ja auch
Spaß und tut mir wirklich gut. Außerdem werde ich danach immer schön massiert
und eingeölt. Bei so einem Rundumservice sage auch ich nicht nein. Und die
Beiden wissen auch, dass ich danach als Dankeschön wieder schlafe wie
ein Engel. Also los, her mit der Wanne....

Freitag,
den 17. Januar:
Endlich, darf ich mal die große weite Welt sehen. So langsam geht mir der Mief
in der Bude von den beiden Besserwissern nämlich auf die Nerven. Die behaupten
doch jetzt tatsächlich schon seit einer Woche, dass es draußen zu kalt für mich
kleines Würmchen wäre. Was soll´s, jetzt geht´s auf jeden Fall los.
Aber was die Beiden wieder für eine Schau abziehen. Bis die mich angezogen
haben. Zwei Paar Socken, Jäckchen, Schneeanzug, Handschuhe, Wollmütze und zu
allem Überfluss auch noch eine Wärmflasche in den Fellsack. Ich weiß, die
wollen ja nur, dass es mir gut geht. Das Schlimmste an meinem ersten Ausflug
habe ich mir sowieso selber eingebrockt. Ich habe ihn nämlich von Anfang bis
Ende komplett verschlafen.....

Sonntag,
den 26. Januar:
Mama und Papa meinen, es wäre an der Zeit, auch mal
ein paar unangenehme Wahrheiten zu erzählen.
Ich sage nur Eines: Blähungen !
Gut, man kann sich jetzt fragen, für wen die unangenehmer sind. Für mich oder
für die Beiden. Schwer zu sagen, auf jeden Fall halten sie uns alle wach.
Zuerst bekomme ich einen ganz roten Kopf, dann schreie ich so laut es geht ,
presse anschließend den Furz heraus (alles Behauptungen !), schaue wieder
zufriedener, gähne paar mal herzhaft, lächele kurz, als wäre nie was gewesen,
um dann letztendlich doch zufrieden wie ein Schätzchen zu schlafen.

Ganz unter uns, die letzten beiden Sachen sind ganz wichtig, denn dann sind
sie mir auch nicht mehr böse ;-)
Samstag,
den 1. Februar:
Juchu, es hat geschneit. Zum ersten Mal durfte ich heute eine richtige
Schneewanderung erleben. Papa hat´s extra fotografiert. Er behauptet, bis ich
groß bin gäbe es gar keinen Schnee mehr. Bin mal gespannt, wenn ich den Satz
in 10 Jahren lese, wer dann recht gehabt hat.

Dienstag,
den 18. Februar:
Scheinbar kann ich die tollsten Gesichter
machen. Mama und Papa (und natürlich auch Omas und Opas) kommen aus dem Staunen
kaum mehr heraus,

neugierig
Schnute
zufrieden
schlafend
aufgeweckt
lächelnd
gähnend
friedlich
brummig
Mal sehen was ich als
nächstes zu erzählen habe.........
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